Blue Flower



Tranchieren geht nur unter Trance

Mittels Einsatzes eines Messers, zerschneiden wir den Körper einer anderen Spezies, damit wir uns hier die einzelnen inneren Bestandteile - hübsch angerichtet - auf einen Teller legen können. Zuerst ähnelt der Vorgang einer Autopsie, wobei wir jedoch mit den Hüllen von Menschen, dann eine möglichst würdevolle Abschiedszeremonie einleiten.

 

Das Thema Würde ist ein sehr großes Thema. Am Anfang geht es einem angehenden Christen darum, sein Leben auch in eine veganer werdende Richtung zu bewegen. Während dieses Prozesses erhält ein Mensch unglaublich viele Informationen, von denen er bisher keinerlei Kenntnisse hatte. Sobald uns diese Dinge alle bekannt geworden sind, werden wir den Kern unseres Handels nicht mehr verstehen wollen. Unsere „Normalität“ hat ein Ausmaß angenommen, welches mit Worten nicht zu beschreiben ist. Gute Filme wurden dazu gedreht, damit Menschen einen reichhaltigeren Eindruck gewinnen können. Auch haben Filme einen Vorteil, weil man sie jederzeit ausmachen kann. Nicht alle Bilder kann ein Mensch wirklich ertragen und zum anderen verlieren sich die Angstenergien der Tiere aufgrund des nötigen Abstandes. Niemand würde täglich sein Fleisch weiterhin verzehren, wenn er dazu vorher ein lebendiges Kälbchen auswählen müsste und diesem dann bei den folgenden nötigen Prozessen zuschaut oder diese gar selbst ausführen müsste. Wir scheuen uns also vor unserer „Normalität“ und überlassen die schmutzige Arbeit anderen.

 

Die „Normalität“ verstecken wir vor unseren Kindern, damit uns das Ausmaß der vorgelebten Tugendlosigkeit nicht täglich ins Gesicht guckt. Kinder sprechen nämlich meist die Wahrheiten aus. Wer könnte einem Kind auch erklären, dass man einen Hund streicheln kann, die Katze gerne gekrault wird und der Ochse, die Kuh, das Huhn, das Schweinchen und das Lämmchen bald von uns umgebracht werden? Auf schweigende Gesichter treffen wir immer dann, wenn ein Kind nach dem Warum fragt.

 

Würden Sie sich wünschen, dass ein Kind voller Fragen immer nur die halbe Wahrheit erfährt?

 

Ehrlichkeit ist eine menschliche Tugend.

 

Teilen Sie diese Ansichten nicht, dann freue ich mich schon, wenn wir in einem persönlichen Gespräch, unsere Erfahrungen einmal austauschen können. Über viele Themen lässt sich während unseres veganen Brunches wunderbar reden. Auch kann hier der Angst vor der pflanzlichen Alternative, mit selbst gemachten Leckereien unterstützt, besser begegnet sein.

 

 

Wer glaubt, dass eine vegane Ernährung eine Verzichtserklärung ist, hat wahrscheinlich keinen bioveganen  Brunch erlebt. Auch handelt es sich bei einer ausgewogenen, vollwertigen, giftfreien Versorgung mit veganen Produkten, um eine absolut gewinnbringende Form der Ernährung für unseren Körper und den Geist. Zielt ihr Wunsch auf eine pflanzliche Verpflegungsform ab, dann machen Sie den richtigsten Schritt für ein kommendes würdevolles Artenspektakel.

 

Das Ei,

als Ernährungsmittel genossen hat verheerende Wirkung.

Die natürliche Aufgabe des Eies ist,

innerhalb drei Wochen einem jungen Hähnchen das Leben zu geben;

jedes Ei, ein ungeborenes Huhn.

Angesichts dieser hohen Aufgabe ist das Ei in sich selbst äußerst wertvoll und enthält Lecithin, Vitamine, Kalk, Kali, Phosphor, Schwefel, Eisen und vieles mehr.

Neues Leben baut sich in der Natur aus den edelsten Stoffen auf. Wird der natürliche Zweck nicht erfüllt und das Ei naturwidrig als Ernährungsmittel dem Körper einverleibt, so ist die Wirkung entsetzlich.

Ein Wahnsinn zu glauben, Eier essen gibt Nervenkraft, Fleisch essen gibt Fleisch, Milch trinken gibt Milch, wie viele stillende Mütter glauben.

Wie viel Eier bekommt das Huhn, um Eier zu legen?

Wie viel Fleisch isst der Ochse, dessen Fleisch wir mit Behagen gegessen haben und essen?

Und wie viel Milch trinkt die Kuh, um täglich 15-20 Liter Milch zu geben?

Haben wir auch nur ein einziges Mal darüber nachgedacht? Schon nach drei Tagen kann in jedem aus dem Nest genommenen Ei die Zersetzung der Lipoide wissenschaftlich festgestellt werden. Das Frischei, sofort nach dem Legen dem Nest entnommen, befindet sich zwar noch nicht in der Zersetzung, ist aber als keimendes Leben hochgiftig und daher als Ernährungsmittel dem menschlichen Körperhaushalt Fremdstoff, da es absolut nicht zur Ernährung bestimmt ist. Fremdstoffe werden vom Körper mit Schleim umgeben, um sie auf dem Wege durch die Schleimhäute wieder aus dem Körper ausstoßen zu können; daher die vielen Verschleimungskrankheiten der Menschen, soweit sie sich von Fremdstoffen ernähren.

Prof. Friedberger stellte eine sehr hohe Giftigkeit des Eies fest, gleichgültig, ob roh oder gekocht genossen, und beobachtete, wie durch den Genuss der Eier Darmstörungen, Leber-, Nieren- und Augenerkrankungen, Nerven- und Sexualerregungen entstehen und ferner Eier- und Lecithinkuren zu einem Zustand führen, der große Ähnlichkeit mit einer Morphiumvergiftung hat. Eigelb ist noch schädlicher als Eiweiß, bildet Schwefelwasserstoff und ist schwer verdaulich. Das Eigelb enthält Zerfallsprodukte, denn es ist beginnendes Leben. Das Ei ist kein Kraftspender, sondern ein Reizmittel schlimmster Sorte. Nach dem Genuss von Eiern, Fleisch oder Fleischbrühe fühlt man sich anfangs zwar gekräftigt, genau wie nach einer Arsenkur. In Wirklichkeit aber wird man durch derartige Dinge aufgepeitscht, um nachher um so mehr zu erschlaffen.

Aus meinem Buch 365 Tage Rohkost aus dem Jahr 1924 Walter Thiele