Blue Flower

Ein Artenwürdezeitalter beginnt damit, dass ein bewussteres Verständnis für alle Geschöpfe auf diesem Planeten einsetzt.

Im Grunde befindet sich kein einziges in einer Gefangenschaft gehaltenes Tier in einem ausreichenden liebevollen Möglichkeitsraum, um seine domestizierten Eigenarten zu reinigen. Dem Tier wird damit jedweder Sinn in diesem Leben genommen.

Jedweder Versuch einem Tier ein besseres Leben zu ermöglichen, hat hinsichtlich seines Wirkungsspektrums eine beachtliche menschliche Komponente. Menschlichkeit ist etwas was sich durch unser Fühlen und Handeln ausdrückt. Prüfen wir unsere Menschlichkeit im Sinne eines Vorzeigecharakters für unsere Kinder, dann wird klar warum sie aktuell eine Welt voller Zorn, Aggressionen, Gier und Schmerzen erleben.

Wer jemals einer Kuh minutenlang in die Augen gesehen hat und war danach noch in der Lage Ihr dieses Leid noch länger zuzufügen, hat sicherlich an einer Menschlichkeit andere Maßstäbe angesetzt, als die wir prüfend hier erleben möchten.

Möchten wir wirklich verstehen warum Schlachthöfe keinerlei Anziehungscharakter für liebevolle Menschen haben? An den Wurst-, Fleisch- und Käsetheken entstehen hingegen leicht gierig „verliebte“ Blicke für die Abfallprodukte der verstorbenen bzw. stark gequälten Tiere. Was macht uns unfähig an dieser Stelle etwas für diese Arten zu empfinden? Mit welchem anderen Gefühlsleben begegnen wir einem Hund, der Katze oder dem noblen Ross? Was ist es genau was unsere Menschlichkeit hinsichtlich einer Artenliebe so nachhaltig wirr hinterlassen hat?

Das Elend welches es hier zu begegnen gilt können Worte niemals gerecht genug ausdrücken. An dieser Stelle möchte ich auch niemanden eine Schuldzuweisung geben. Mein innerer Auftrag steuert nur einen nach außen bringenden Bewusstseinsprozess an. Im Sinne eines Artenwürdezeitalters liegt es im Herzen der Menschen, sich diesen Dingen einmal abschließend bewusst zu werden. Ein schweigender, richterloser Umgang ist daher für alle Menschen die diese Empathietiefe für Tiere entwebend erreicht haben, eine enorme strangulierende Notlösung. Erst wenn sich ein Mensch seines Handels bewusst wird, kann er auch für seine Handlungsweisen hinsichtlich eines Arten unwürdigen Verhaltens naturgemäß behandelt werden. Dies bedeutet nicht, dass sich Menschen hinsichtlich eines nötigen Bewusstseinswandels drücken können. Die Fernseher und Zeitschriften haben bereits in jedes Wohnzimmer eine ausreichende Palette an Themen gebracht. So versteht sich von selbst, dass im Jahre 2014 kein einziger Mensch mehr davon sprechen kann, dass er über die Folgen eines Tierproduktkonsums nicht hinreichend informiert wäre.

Mit jedem geschlachteten Tier haben wir Leid in diese Welt gebracht. Ein Leid welches wir an den Wurst- und Fleischtheken bei den Schlachtern dieser Welt in Auftrag geben. Wir haben also hinsichtlich unserer Gelüste eine Art „Auftragskiller“ hinzugezogen, damit wir unsere „Gaumenfreude“ erhalten.

Glücklicherweise leben wir im Jahr 2014 und so können wir aktuell diese Geschmacksverirrung auch durch vegane Produkte „befrieden“. Dies ist ein wirkungsvoller Schritt in Richtung einer praktizierten menschlichen Lebensweise. Eine Tierliebe muss an dieser Stelle noch gar nicht vorhanden sein. Nur das Wissen erfolgt, dass wir nicht mehr dazu beitragen, dass Tiere in unserem Auftrag unwürdig behandelt werden. Der aufgehäufte Schuldberg hat damit zwar noch keine abschließende Auflösung erfahren und wird dadurch auch nicht kleiner. Jedoch begegnen uns ab diesem Zeitpunkt immer mehr Möglichkeiten in unserem Leben, damit sich dieser verursachte Schaden nachhaltig restlos beheben lässt.

Wir alle suchen innerlich den Himmel auf Erden und denken vielleicht manchmal über den Garten Eden nach. Jedoch wer würde von uns jemanden in seinen Garten einlassen, wenn dieser sich den darin befindlichen Arten unwürdig gegenüber verhält? Es stellt sich also die abschließende Erkenntnis ein:

Das Artenwürdezeitalter mündet abschließend im Himmel auf diesem Plateau.